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Dienstag, 14. Februar 2017

Korsika in der Literatur

Jeder, der schon einmal auf Korsika war, weiß um den besonderen Reiz dieser Insel. Kein Wunder, dass die Insel schon früh als Schauplatz für abenteuerliche Erzählungen entdeckt wurde. Französische Autoren des 19. Jahrhunderts besuchten Korsika, darunter Prosper Mérimée, Guy de Maupassant und Honoré de Balzac. Sie schuffen Klassiker wie Vendetta, Un bandit corse, Colomba und Mateo Falcone. Im 20. Jahrhundert entdeckten u.a. Henri Thomas und W. G. Sebald die Insel für sich. Ihre Korsika-Erfahrungen finden sich in den Büchern Das Vorgebirge und Campo Santo wieder. Erwähnenswert ist auch das Buch Das Land der Herren von Gabriel X. Culioli, in dem die Geschichte einer korsischen Familie erzählt wird.
In jüngerer Zeit war es Jérôme Ferrari, der die Insel literarisch in den Blick nahm. Er schuf gleich eine ganze Korsika-Trilogie. Der zweite Band, Predigt auf den Untergang Roms, wurde übrigens mit dem Prix Goncourt, dem wichtigsten Literaturpreis Frankreichs, ausgezeichnet.
An dieser Stelle sei noch meine eigene Erzählung Die Inbesitznahme erwähnt. Sie handelt von zwei Brüdern auf Wanderung, die im verlassenen Bergdorf Fiuminale Aufzeichnungen eines Künstlers finden, der dort einige Zeit allein gelebt hat, dann aber spurlos verschwunden ist.

Die Buchliste gibt es als Amazon-Liste sowie hier in alphabetischer Reihenfolge:

Balzac, Honoré de: Vendetta

Buxbaum-Conradi, Björn: Die Inbesitznahme

Culioli, Gabriel X.: Das Land der Herren

Ferrari, Jérôme: Balco Atlantico

Ferrari, Jérôme: Predigt auf den Untergang Roms

Maupassant, Guy de: Un bandit corse

Mérimée, Prosper: Colomba

Mérimée, Prosper: Mateo Falcone

Sebald, W.G.: Campo Santo

Thomas, Henri: Das Vorgebirge

Montag, 6. Februar 2017

Meine Erfahrungen im Bitcoin-Mining

Ich bin seit Anfang 2014 aktiver Miner. Zunächst habe ich mit einer Grafikkarte Litecoin-Mining betrieben. Es war der Versuch herauszufinden, ob das im Heimbetrieb überhaupt funktioniert. Es funktionierte, aber der Ertrag war minimal. Zu diesem Zeitpunkt kam bereits das Cloud-Mining auf. Ich kaufte mir Hashpower für Bitcoin-Mining beim chinesischen Anbieter Hashnest. Den Gewinn reinvestierte ich in ein AntminerS7-Gerät, das ebenfalls über Hashnest betrieben wurde. Doch beim Kauf eines kompletten Gerätes riskierte man dort, bereits erwirtschaftetes Kryptogeld wieder abgezogen zu bekommen – nämlich dann, wenn die Betriebskosten die Einkünfte übertreffen. Genau dieser Fall trat nach dem Halving im Juli 2016 ein. Ich verscherbelte das Gerät und wechselte zu Genesis Mining. Hier läuft das Mining stets aus, wenn die Betriebskosten höher als die Einkünfte sind. Der Einzug von bereits erwirtschaftetem Kryptogeld ist schon deshalb nicht möglich, weil Genesis Mining im Gegensatz zu Hashnest keine eigenen Wallets anbietet. Die Erlöse aus dem Mining werden täglich auf die zu hinterlegenden, externen Wallet-Adressen gebucht. Natürlich sind Verlustgeschäfte auch bei Genesis Mining möglich. Eben dann, wenn man mehr für die Hashpower ausgibt, als man am Ende wieder reinholt. Bei schlechter Kursentwicklung kann das durchaus passieren. Ein gewisses Risiko gibt es naturgemäß bei jedem Investment. Um dieses zu minimieren, sollte man sich genau anschauen, wie sich die Kurse in der Vergangenheit entwickelt haben und wann mit dem nächsten Halving zu rechnen ist. Im Fall von Bitcoin wird das voraussichtlich im Juli 2020 sein. Countdown siehe hier.
Zusätzlich bietet Genesis Mining allen Kunden die Möglichkeit, an einem Affiliate-Programm teilzunehmen. Auch ich mache davon Gebrauch. Wer den unten aufgeführten Promo Code verwendet, erhält 3 % Preisnachlass auf alle Käufe bei Genesis Mining
Y9FsAk

Montag, 16. Januar 2017

Wie ich nebenbei einen mathematischen Zusammenhang entdeckte ...

... der natürlich schon bekannt war, den ich aber nicht kannte. Und das war so: Ich wollte mir eine nerdige Email-Adresse zulegen, und da ich perfekte Zahlen mag, also Zahlen, deren Teiler die Zahl selbst ergeben, wenn man sie aufsummiert, fand ich 28@ als Präfix ganz schön. [1+2+4+7+14=28]. Um dem Ganzen eine besondere Note zu geben, stellte ich 28 binär da, das sieht dann so aus: 11100. Vorher hatte ich aber schon die 6 getestet, die auch perfekt ist. Diese sah binär so aus: 110. An dem Punkt dachte ich dann: Moment mal, da scheint es ein Muster zu geben. Ich gab die nächste perfekte Zahl [496] in den Umrechner ein. Das Ergebnis war das erwartete: 111110000. Alle drei perfekten Zahlen hatten also die gleiche Binärstruktur. Das konnte unmöglich ein Zufall sein. Ich testete weitere Zahlen und das Muster setzte sich fort. In der binären Perspektive konnte man also unmittelbar erkennen, dass diese Zahlen eine besondere Struktur haben. Ich experimentierte etwas weiter rum, indem ich Binärzahlen, die noch symetrischer sind, in Dezimal umrechnete, nämlich binäre Repdigits: 11=3, 111=7, 1111=15, 11111=31. Dann googelte ich die Zahlenfolge 3, 7, 15, 31 und siehe da: Es handelte sich hierbei um Mersenne-Zahlen. Das war verblüffend. Ich fragte mich, ob es vielleicht einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen symmetrischen Binärzahlen geben könnte, und stöberte in der Wikipedia. Und tatsächlich: Perfekte Zahlen und die Primzahlen unter den Mersenne-Zahlen haben eine Verbindung, die schon Euklid vermutet und Euler spezifiziert hatte: Alle geraden perfekten Zahlen [ob es ungerade gibt, ist offen] können mithilfe von Mersenne-Primzahlen erzeugt werden. Da man bisher aber erst 49 Mersenne-Primzahlen kennt, kennt man auch erst entsprechend viele perfekte Zahlen. Die Frage, ob es unendlich viele Mersenne-Primzahlen [und entsprechend viele perfekte Zahlen] gibt, ist übrigens weiterhin offen.

Montag, 9. Januar 2017

Stephen Hawking überbewertet?

Geburtstag hin oder her. An dieser Stelle darf auch mal erwähnt werden, dass Stephen Hawking überhaupt nicht DER Physiker unserer Zeit ist. Er ist insbesondere durch sein besonderes Schicksal zum Star geworden. Außerdem verstand er es, populärwissenschaftliche Bestseller zu produzieren.
Seine größte Leistung, die quantenmechanische Beschreibung schwarzer Löcher, stammt aus den 70er Jahren. Nach dieser geben schwarze Löcher eine Strahlung ab: die nach ihm benannte Hawking-Strahlung. Empirisch nachgewiesen wurde dieses Phänomen bislang nicht, einfach weil wir keinen Zugang zu schwarzen Löchern haben. Es herrscht allerdings Konsens darüber, dass sich der Effekt aus Quantenfeldtheorie und Relativitätstheorie ableiten lässt.
Einen Namen machte sich Hawking bereits 1966 durch die Formulierung von Singularitäten-Theoremen, die er in den nachfolgenden Jahren gemeinsam mit Roger Penrose weiter ausarbeitete.
In den 80ern entwickelte er gemeinsam mit James Hartle kosmologische Theorien über die Randbedingungen des Universums [siehe "no boundary proposal" der Quantenkosmologie]. Außerhalb der Hawking-Schule werden diese aber nicht als valide angesehen. 2004 machte er noch einmal wissenschaftliche Schlagzeilen, als er behauptete, das sogenannte "Problem des Informationsverlusts Schwarzer Löcher" gelöst zu haben. Die wissenschaftliche Community konnte er damit aber nicht überzeugen [siehe hier]. Das Problem gilt immer noch als ungelöst.
Hawking ist ein großer Physiker ... gewesen, muss man leider sagen, denn in den letzten Jahren ist er eigentlich nur noch ein Celebrity. Physiker, die ebenso viel oder mehr geleistet haben, gibt es zu Dutzenden. Aber selbst die Nobelpreisträger, zu denen Hawking übrigens nicht gehört, kennt kaum einer. Anyway: Happy Birthday Stephen! Ihr Durchhaltevermögen und Lebenswille trotz ALS ist bewundernswert und verdient größten Respekt.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Warum man den Film "Der Englische Patient" gesehen haben sollte.

Vor 20 Jahren kam "The English Patient" in die Kinos. Für mich ist der Film immer noch der beste Liebesfilm überhaupt und einer der besten Filme, die ich bisher gesehen habe. Ralph Fiennes spielt so abgöttisch gut. Kristin Scott Thomas und Juliette Binoche – ein Traum, und selbst die Nebenrollen sind mit Willem Dafoe, Colin Firth, Jürgen Prochnow u.a. hervorragend besetzt. Der heute bekannte Regisseur Sebastian Schipper ["Victoria"] hat übrigens auch eine kleine Rolle.
Regisseur Anthony Minghella [2008 bei einer Operation verstorben] hat mit dem Film ein Vermächtnis geschaffen. Jede Einstellung ist so perfekt, dass man fast meinen könnte, Kubrick hätte hier mitgewirkt. Zudem hat er es geschafft, eine gute, aber schwer lesbare Romanvorlage, so umzusetzen, dass man das Buch von Michael Ondaatje gar nicht mehr anrühren will, und das will was heißen. Dann die wirklich sehr gute, zeitlose Filmmusik von Gabriel Yared, die ergänzt wird von zeitgenössischer Musik aus den Dreißigern [Swing / Jazz], sowie der Aria aus den Goldbergvariationen [Binoche am Klavier]. Hinzu kommt, dass die Geschichte teilweise auf wahren Begebenheiten beruht, so dass der interessierte Fan sich auch mit dem Leben des echten englischen Patienten [Ladislaus Almásy, gleicher Name wie im Film] befassen kann. Er hat tatsächlich als erster die sogenannte Höhle der Schwimmer mit 4.000 Jahre alten Felszeichnungen entdeckt und beschrieben – und damit indirekt nachgewiesen, dass einst andere klimatische Verhältnisse in Teilen der Sahara herrschten. Neben der Lektüre von Sekundär- und Primärliteratur [Almásy hat seine Expeditionen umfangreich dokumentiert] ging meine Obsession sogar soweit, dass ich sein Grab in Salzburg aufsuchen wollte, als ich gerade dort war. Es war mitten im Winter und ich habe es nach einer ewigen Suche aufgegeben, denn der Salzburger Hauptfriedhof ist groß. Aber ich habe es versucht. So das wollte ich anlässlich des 20-jährigen Jubiläums doch mal loswerden.

Montag, 24. Oktober 2016

Krypto-Mining - Entwicklung und Status Quo

Mining ist der aufwändige Rechenprozess, durch den Kryptocoins wie Bitcoin entstehen. [Bitcoin ist die erste und wichtigste Kryptowährung, es gibt aber noch zahlreiche Alternativ-Währungen]. Das Mining ermöglicht es, die Integrität der sogenannten Blockchain zu wahren, indem jede Transaktion kryptologisch überprüft und ein öffentliches Transaktionsverzeichnis aufgebaut wird.
Zu Beginn der Bitcoin-Ära war es noch profitabel, Bitcoins mit einem PC zu minen. Da die Energie, die benötigt wird, um eine einzelne Münze zu produzieren, jedoch stetig steigt [siehe Difficulty], ist es heute nicht mehr sinnvoll, den eigenen PC und / oder leistungsstarke Grafikkarten zu nutzen, da die Stromkosten weitaus höher sind. Selbst wenn man sich mit anderen Minern "verbündet" und einen sogenannten Mining-Pool bildet, ist es schwer profitabel zu sein. Das funktioniert nur, wenn man neueste Geräte besitzt, die speziell fürs Mining konzipiert wurden [sogenannte ASICs], und die Kosten für Strom und Kühlung gleichzeitig gering sind. Hinzu kommt, dass die Mining-Ausschüttungen innerhalb absehbarer Zyklen halbiert werden [siehe Halving], da es nur endlich viele Coins geben kann. [Im Falle der Bitcoin-Währung sind das 21 Millionen Einheiten].
Aus diesen Gründen hat sich in den letzten zwei Jahren das sogenannte Cloud-Mining entwickelt. Um weiterhin profitabel minen zu können, gründeten sich Unternehmen, die das Mining an Orte verlegten, in denen der Strom günstig und die Bedingungen für die Kühlung ideal sind [u.a. nach Island]. Dort wurden dann im großen Stil ASIC-Mining-Geräte installiert, so dass man von einer Mining-Farm sprechen kann.
Finanziert wird das Mining nun von den Kunden, die Rechenpower [Hashpower] anmieten. Das Mining hat sich also in die Cloud verlagert. Ins Cloud-Mining lässt sich wesentlich flexibler investieren, da kein komplettes Gerät gekauft werden muss. Auch kleine Mengen Hashpower können erworben werden. Das macht auch eine Diversifikation einfacher, denn das parallele Minen unterschiedlicher Kryptowährungen ist nun ein Kinderspiel.
Die führenden Anbieter verwenden neueste Technologien und können die entsprechenden Geräte natürlich auch günstiger einkaufen. Schließlich macht es einen Unterschied, ob man nur einen ASIC-Miner erwirbt oder gleich tausende. Der Erlös ist beim Cloud-Mining meist deutlich höher als beim Heimbetrieb. Er könnte noch höher sein, aber einen Teil behält der Anbieter natürlich ein. Bei guter Kursentwicklung ist es aber eine Win-Win-Situation. Zudem muss man sich als Cloud-Miner weder um Strom, Wartung oder Hardware-Updates kümmern. Das leistet alles der Anbieter.

Gefährlich könnte es werden, wenn ein Cloud-Mining-Anbieter mehr als 50% der gesamten Hashpower einer Währung auf sich vereint, dann wäre eine Manipulation der Blockchain nicht mehr ausgeschlossen. Das ist ein Szenario, über das sich die Entwickler mittlerweile intensiv Gedanken machen.

Noch zwei Sätze zu Ethereum: Die Ethereum Plattform ist in gewisser Weise der erste "Weltcomputer". Realisiert als dezentrales Netzwerk kann die Plattform von jedem genutzt werden, um Anwendungen ohne Möglichkeit der Ausfallzeit, Zensur oder Betrug laufen zu lassen.
Ether, die systemeigene Währung von Ethereum, ist neben Bitcoin die am schnellsten wachsende Kryptowährung. Noch steht Ethereum am Anfang. Wie wichtig die Plattform werden wird, ist noch nicht absehbar. Optimisten sprechen aber schon vom Web 3.0. Wenn Sie also Freude an einem Risiko-Investment haben, dann spekulieren Sie in Ether. Die Chancen, dass Sie damit in ein großes Zukunftsprojekt investieren, stehen nicht schlecht. Den Totalverlust kann man aber leider nicht ausschließen. Das gilt aus bekannten Gründen [Hacker, potentielle Sicherheitslücken, Regulierung oder Verbot durch Behörden, Internetausfall] übrigens für alle Kryptowährungen.

All jenen, die einen Ausflug ins Cloud-Mining wagen möchten, empfehle ich den Anbieter Genesis Mining. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht. In welche Währungen dort investiert werden kann, lesen Sie hier. Hier noch ein gültiger Promo Code, mit dem Sie bei jedem Kauf 3% sparen: Y9FsAk
Happy Mining! bbc