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Montag, 11. August 2014

Der XX-Faktor beim Schachspiel – oder wider die Gleichmacherei in der Intelligenzdebatte

Warum wird beim Leistungsschach eigentlich eine Geschlechtertrennung vorgenommen? Körperliche Unterschiede spielen doch beim Schach nun wirklich keine Rolle, sollte man meinen.
"Nein", sagt Elisabeth Pähtz, Deutschlands beste Schachspielerin: "Viel hängt auch mit dem Körperbau zusammen. Männer haben mehr Energiereserven, mehr Sitzfleisch." [Interview hier.] 
Ja, eine Partie Turnierschach kann lange dauern, bis zu fünf oder sogar sechs Stunden [je nach Regelung]. Aber erklärt das wirklich, warum Frauen so viel schlechter beim Schach abschneiden?
Klar, es gibt weniger Frauen, die Schach spielen. In Deutschland liegt das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Vereinsspielern bei 16 zu 1. Aber nur eine Frau [Elisabeth Pähtz] ist unter den deutschen Top-100-Spielern vertreten* [auf Platz 71 mit einer Elo-Zahl von 2464]. Setzte man eine gleiche Leistungsverteilung zwischen den Geschlechtern voraus, müssten statistisch gesehen allerdings 6 Frauen unter den besten 100 sein.
Ähnlich verhält es sich an der Weltspitze: Supergroßmeister wird ein Spieler, wenn er eine Elo-Zahl größer 2700 hat. Seit Einführung dieses Indexes im Jahr 1970 gab es 94 Spieler, die das geschafft haben. Darunter aber nur eine Frau: Die Ungarin Judit Polgár, die mit einem Höchstwert von 2735 immerhin auf Platz 40 steht. Der aktuelle Weltmeister [Magnus Carlsen] hat allerdings fast 150 Punkte mehr [2882].
Elisabeth Pähtz erklärt das schlechte Abschneiden von Schachspielerinnen auch mit dem unterschiedlichen Eintrittsalter in die Pubertät. Frauen interessierten sich schon ab zwölf Jahren für Make-up, Kleidung und Jungs, während Männer in dieser entscheidenden Phase noch wie Kinder seien und mehr Zeit hätten sich zu verbessern: "Das ist der Vorteil, den die Jungen haben. Aus ihnen werden oft Männer, die ihr ganzes Leben nur an Schach denken können." [ibid.]
Ich halte diese Erklärung für wenig belastbar. Haben vorpubertäre Jungen etwa keine Alltagsprobleme zu bewältigen?
Dass auch cerebrale Unterschiede, die genetisch bedingt sind, dazu beitragen könnten, dass Männer durchschnittlich besser in Mathematik und systemischen Vorgängen abschneiden, Frauen dagegen ein höheres Empathievermögen haben und leichter Fremdsprachen lernen, zieht Pähtz in dem genannten Interview gar nicht erst in Erwägung.
*Da Frauen auch bei den Wettbewerben, an denen Männer teilnehmen, starten dürfen [und dies auch häufig tun] sind die Elo-Werte beider Geschlechter aufeinander abgestimmt.

*
Ich muss gestehen, dass es mir mit dem, was ich hier vorbringe, nicht um Leistungen beim Schach geht. Was mich stört, ist die zwanghafte Gleichmacherei, wenn es um das Thema Intelligenz geht. Stellt ein Verhaltensforscher biologisch bedingte Kognitionsunterschiede zwischen den Geschlechtern fest, wird er dafür angefeindet, und zwar ohne Rücksicht auf die Validität der Ergebnisse. Diese können ja nur falsch sein. Das noch größere Tabu ist aber die wissenschaftliche Beschäftigung mit Intelligenz in Bezug auf verschiedene Ethnien. Es deutet alles darauf hin, dass es signifikante Unterschiede gibt. Groß angelegte IQ-Tests haben dies immer wieder gezeigt. Doch im politisch korrekten Weltbild darf es diese Abweichungen nicht geben. Intelligenztests sind daher eine teuflische Sache. Und jeder, der die Testergebnisse auch nur teilweise biologisch deutet, macht sich sofort zur Persona non grata. Ein Forscher, der neben kulturellen Gegebenheiten und Umweltbedingungen zusätzlich genetische Faktoren ins Spiel bringt, kann schließlich nur ein Rassist sein.
Sollen potentielle Teilursachen also ausscheiden, nur weil sie auf genetischen Prinzipien beruhen? Wie verhält es sich z.B. mit diesen Punkten?

[1] Kleinvölker, die über lange Zeiträume abgeschottet vom Rest der Welt lebten, waren einem höheren Inzuchtrisiko ausgesetzt [siehe auch genetischer Flaschenhals]. [2] In einigen Kulturen wurde [und wird] die Verwandtenheirat selbst dann praktiziert, wenn es vermeidbar wäre. [3] In Regionen mit schwierigen Umweltbedingungen war Intelligenz vielleicht ein stärkeres Selektionskriterium als in solchen, wo man fürs bloße Überleben nicht ganz so viel Aufwand betreiben musste [bezieht sich insbes. auf Zeiträume noch vor dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht].

Ja, das Thema ist heikel. Und ja, es wurde in der Vergangenheit pervertiert [insbesondere in Deutschland] und es ist daher äußerste Vorsicht geboten. Dennoch: Um restlos verstehen zu können, warum unsere Welt so starke wirtschaftliche Ungleichheiten aufweist, sollte man den Faktor möglicher mentaler Unterschiede nicht von vornherein ausklammern. Die Kluft zwischen Arm und Reich lässt sich nur effektiv bekämpfen, wenn man alle Ursachen kennt.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ein Mensch sollte nie aufgrund eines Gruppendurchschnitts beurteilt werden, sondern immer als Individuum. Ersteres würde in punkto Intelligenz auch gar keinen Sinn machen, denn in jeder ethnischen Großgruppe trifft man die gesamte Spannweite kognitiver Begabung an. Und natürlich sollten alle Menschen die gleichen Grundrechte haben. Diese Rechte erhalten sie ja qua ihres Menschseins, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Intelligenz und welcher Eigenschaft auch immer. Genauso wichtig ist das Ziel, Chancengleichheit herzustellen. Das geht aber leider nur bis zu einem gewissen Grad. Es taugt beispielsweise nicht jedes Kind für einen höheren Schulabschluss wie Abitur oder Matura, selbst bei bester Förderung. Das ist an sich nichts Negatives. Problematisch wird es erst dann, wenn Eigenschaften, die man selbst kaum beeinflussen kann, zum höchsten Gut erklärt werden.

Ich denke, die sogenannte "politische Korrektheit" beruht auch auf dem Missverständnis, dass Gleichbehandlung per se richtig ist. Es wird vielen nicht gefallen, aber de facto ist es so, dass genetische Unterschiede umso sichtbarer hervortreten, je gleicher Menschen behandelt werden.
Grundsätzlich sollte aus der Tatsache, dass ungleiche Beschaffenheit und Ungleichbehandlung meist Hand in Hand gehen, nicht die naive Vorstellung erwachsen, das Problem sei über eine wie auch immer geartete Negation von ersterem zu lösen. Es ist diese 'verdrehte' Lesart, die dazu führt, dass Unterschiede, wie ich sie oben angeführt habe, umgedeutet oder kaschiert werden. Kombiniert man das noch mit religiösen Heile-Welt-Vorstellungen ist das Zerrbild vollständig.

Was jeden von uns verbindet, ist das Menschsein. Unsere "Gleichheit vor dem Gesetz" konstituiert sich allein hieraus. Alle Eigenschaften, die darüber hinausgehen, sind für die Festsetzung von Grundrechten irrelevant. Man kann daher guten Gewissens sagen: Wir sind nicht alle gleich, und es ist okay. Die Welt wäre auch verdammt langweilig, wenn es anders wäre.

Literatur
Dieter E. Zimmer: Ist Intelligenz erblich? Eine Klarstellung. Reinbek bei Hamburg 2012.
Auch dieser Essay vom selben Autor lohnt sich für eine weiterführende Lektüre.

Dienstag, 11. Februar 2014

The Hitler Easter Coincidence

Hitler's birthday was on April 20, 1889, one day before Easter Sunday. The first year, where his birthday and the Easter Day were coincidental, was 1919, followed by 1924 and 1930.
In 1939 Hitler's birthday was declared a national holiday in Nazi Germany. But only for this single year. The reason: Hitler became 50 in 1939. On this occasion the largest military parade in the history of the Third Reich was held in Berlin. Unfortunately [from Hitler's point of view] the Easter Day was that year on April 9. Presumably he would have been pleased about such a coincidence on his 50th birthday, but he was unlucky: during the whole time he was in power there was no Easter Sunday on April 20.
At Easter 1945 [April 1] Hitler was already trapped in the Führerbunker. He did also celebrate his last birthday there. Ten days later he was dead.
Only in the next century Easter Sunday was again on April 20. In 2003 and yes: this year. Probably it is just irony of history that the most evil person mankind has seen and Jesus Christ share from time to time their feast day, but it leaves a strange gut feeling.
btw: there are two 'Hitler Easter Days' left for this century: 2025 and 2098. The probability for Easter Sunday at April 20 is about 3.4%. The full distribution of Easter dates here.

Sonntag, 5. Mai 2013

Everything You Always Wanted to Know About the World's First Commercial Quantum Computer* [*But Were Afraid to Ask]

After 14 years of research and development the first commercial quantum computer in history was launched this year by D-Wave Systems, Canada. The D-Wave One works with 128 qubits, has a volume of 10 cubic metres and comes with a scheduled price of 10.000.000 $. Until now D-Wave Systems officially sold only one computer. Not surprisingly this first customer [Lockheed Martin] comes from the military sector. One can assume that the Pentagon and the intelligence services also have a D-Wave One in their cellar.

As is well known the hypothetical computation power of quantum computers cannot be compared with that of classical processors. Due to superposition effects a quantum register with 128 maximally entangled qubits can represent 2^128 states at once. Yes, indeed, that's a mind-blowing huge number.

There are physical impairments of course: Quantum superpositions are extremely prone to interference [see decoherence]. The slightest interaction with the environment leads to a collapse of the quantum system. Therefore the components of the D-Wave One have to be cooled down close to absolute zero. One technique that can be utilized in this cryogenic state is called adiabatic quantum computation [AQC]. This technology is supposed to be superior to classical processing when it comes to hard optimization problems [details here] and is applied in the D-Wave computers.

Will D-Wave Systems change the world in the next years? It's at least their claim.
And Jeff Bezos [CEO of Amazon] as well as Goldman Sachs are also believing in the potential of this enterprise, as they have invested large sums in D-Wave.

Well, dear reader, if you have some bucks left, you can of course also order your first quantum computer. Just write an email to sales@dwavesys.com. For Amazon Prime clients shipping is free! ;)

Dienstag, 6. November 2012

The 'Jesus is Lucifer Thesis'

The idea is as old as the NT itself. What if Jesus was not the Messiah but a false prophet?
As is well known, the Jews have exactly this opinion about Jesus.
But what if Jesus was not only an impostor but Lucifer in person? Wouldn't it be the most cunning deception 'Satan' could perform? Declaring to be the incarnate God, the savior of mankind, making himself to the object of universal worship? A bold thesis, especially for devout Christians. But there are at least some hints in the bible that seemingly support this thesis.
In Isaiah 14:12 [Vulgate] we read:

quomodo cecidisti de caelo lucifer qui mane oriebaris corruisti in terram qui vulnerabas gentes

The latin term lucifer means literally 'light bringer' or 'bringer of dawn' and was used to name the morning star [the Venus, which is a planet of course (funnily enough, the term 'evening star' refers also to the Venus)].

Accordingly 'lucifer' was mostly translated with 'morning star':

How you have fallen from heaven, O morning star, son of the dawn! You have been cast down to the earth, you who once laid low the nations! [NIV 1984]

Influenced by the Enochic Judaism Isaiah 14:12-15 was interpreted within the Christian Tradition as applicable to Satan, presenting him as a fallen angel cast out of Heaven.
The interesting point is that Jesus himself stated to be the 'morning star', as we can read in Revelation 22:16, the very last chapter of the bible:

I, Jesus, have sent my angel to give you this testimony for the churches. I am the Root and the Offspring of David, and the bright Morning Star*. [NIV 1984]
* stella matutina

In this light some confusing statements of Jesus might make sense. For example Luke 12:51

Do you think I came to bring peace on earth? No, I tell you, but division. [NIV 1984]

Of course the web is full of articles that refute the Lucifer-Jesus identification. This is the most convincing and extensive one I read:


Those who are more intrigued by the 'Jesus is Lucifer thesis' should read The Key to the Bible by Leo Panakal and Vinodh Kumar. The authors do not only state that Jesus is Satan but moreover that the God of the OT is the epitome of evilness, punishing Adam and Eve, tormenting Hiob, ordering Abraham to sacrifice his son etc. But they have in turn (as have I) a special sympathy for the serpent in the Garden of Eden. The relationship between the serpent, standing for truth and enlightenment, and God as concealer of the same, wanting Adam and Eve to be like children, will therefore be treated in one of my next blog entries.


The Fall of Lucifer
Illustration for Milton’s Paradise Lost by Gustave Doré

PS: many thanks to The Church of Google

Dienstag, 5. Juni 2012

How to stream flash videos via Dropbox

1. Create a folder named "flash" at your public Dropbox folder.

2. Upload all files and folders from this zip file to the prepared Dropbox folder.
   
3. Convert your desired video file to the flv format and name it "yourvideo.flv".

4. Copy the converted file to this subfolder: /dropboxusercontent/public/flash/videos

5. Get public Dropbox links for all files that appear in this html script.
    
These are:

    http://dl.dropboxusercontent.com/xxx/flash/swfobject/swfobject.js
    http://dl.dropboxusercontent.com/xxx/flash/swfobject/swfmacmousewheel.js
    http://dl.dropboxusercontent.com/xxx/flash/settings.xml
    http://dl.dropboxusercontent.com/xxx/flash/videoPlayer.swf
    http://dl.dropboxusercontent.com/xxx/flash/swfobject/expressInstall.swf

[xxx is a placeholder for your link specifics]

6. Copy those links to the corresponding locations in the script.

7. Copy the whole code to your web page. That's it. If you have any questions, just send me an email.

Of course you can change some parameters in the code and in the file settings.xml to adjust the player to your demands.

... and here you can see that it works ...

[As of March 2017 Dropbox has disabled public folder sharing, so this does not work anymore, at least with Dropbox.]

Montag, 5. März 2012

Alternative History, Part I: The Life of the Austrian Painter Adolf Hitler [1889-1915]

Born in 1889 at Braunau am Inn, Upper Austria, Hitler grew up in Passau and Linz.

Hitler as Infant

At the age of ten Adolf discovered his passion for drawing and painting, but his father Alois ignored this desire and sent his son in 1900 to the "Realschule" of Linz, a technical high school of about 300 students. There he met Ludwig Wittgenstein (the later world famous philosopher). They both shared an interest for art and music (especially Wagner operas) and soon became friends. In school Hitler had deficits in mathematics and grammar, but with the help of his friend Ludwig (who was top of the class) he eventually managed to quit school with a diploma.


In 1907 Hitler moved to Vienna to enroll at the Academy of Fine Arts. The assessment commission attested him talent for drawing, respectively architectural images, but yet rejected him, because of his "unfitness for painting". Maybe Hitler was not an artistic genius, but he had a strong will and was fairly disciplined. In 1908 Hitler passed the entrance test again, this time successfully.

This collage unites some early works of Adolf Hitler,
right in the middle a photograph of the artist as a young boy.


In 1910 Hitler became the last "Meisterschueler" of Christian Griepenkerl (1839 - 1912), curiously enough the professor who rejected him in 1907. In 1912 Hitler had his first more extensive exhibition at the Secession hall in Vienna. At this time his style was strongly influenced by landscapists like Van Gogh and Cézanne, but of course in his own expressionistic interpretation.
Since 1913 Hitler and Ludwig Wittgenstein lived together in a spacious urban villa at the Viennese Kundmanngasse that was built according to own construction plans. At this time their homosexuality was already an open secret.
With the beginning of World War I in 1914 both of them joined the Austrian army (Wittgenstein voluntarily, Hitler by force). While Wittgenstein stayed uninjured and even could finish his first main work in the trenches (the Tractatus logico-philosophicus), Hitler was shot during a harsh attack of the Serbian enemy in January 1915 and died from exsanguination, aged only 25.
Hitler was not the only famous German speaking painter who lost his life in the trenches. August Macke, Franz Marc and Franz Noelken also died at the frontline. It's hard to imagine what artworks those fallen heroes may have produced if they did not have died that young ...